Robert Rauschenberg


ROBERT RAUSCHENBERG
Biographie
1925 Robert Rauschenberg wurde am 22. Oktober 1925 in Port Arthur, Texas, geboren
1944 - 1945 wird er in die US Navy eingezogen
1948 Reise nach Paris und Studium an der Académie Julian; im gleichen Jahr schreibt er sich am Black Mountain College, North Carolina ein und lernt dort den Choreographen Merce Cunningham und den Komponisten John Cage kennen
1949 Umzug nach New York, schreibt sich an der Art Students League, New York ein
1951 lernt an der Art Students League Cy Twombly kennen
1952 gemeinsame Reise nach Europa
1953 Beginnt Gestaltung von Bühnenbildern und Kostümen für die Merce Cunningham Dance Company und andere Ballett Produktionen
1954 entstehen die ersten "combine-paintings"; Freundschaft mit Jasper Johns; Schaufensterdekorationen mit Johns für Tiffany & Co. und Andere
1956 - 1970 engagiert mit zahlreichen Tanz- und Theatertruppen
1964 Grosser Preis für Malerei an der Biennale in Venedig
1967 erhält er die Ehrenpromotion "Doctor of Humane Letters" des Grinnell College, Grinnell, lowa
1981 wird er zum Officier de l'Ordre des Arts et Lettres, Ministère de la Culture et de la Communication, Paris, ernannt
1975 - 1983 Reisen nach Indien, China, Japan und Sri Lanka
1984 erhält er das Honorary Doctorate of Fine Arts der New York University; Im selben Jahr gibt er das Project ROCI "Rauschenberg Overseas Culture Interchange" vor den Vereinten Nationen in New York offiziell bekannt
  Robert Rauschenberg lebt und arbeitet auf Captiva Island, Florida und in New York

Ausgewählte Ausstellungen
2006 "Combines" The Metropolitan Museum of Art, New York; The Museum of Contemporary Art, Los Angeles; Centre Georges Pompidou, Paris (2006-07); Moderna Museet, Stockholm (2007)
Scenarios and Short Stories, Jepson Center for the Arts, Savannah, GA
"Robert Rauschenberg, Artist-Citizen: Posters for a Better World", Hofstra Museum, Hempstead, New York
"Spread and Scale", Galerie Jamileh Weber, Zürich
2005 "Rauschenberg: Posters", Los Angeles County Museum of Art, Los Angeles
"On and off the wall", Musee d'Art Moderne et d'art Contemporain, Nizza; ARoS Aarhus Kunstmuseum, Denmark (2006)
IVAM, Centro Julio Gonzalez, Valencia
2004 Wadsworth Museum of Art, Hartford
2002 Museum of Fine Arts, Boston
1997-1999 Umfassende Retrospektive kuratiert von Walter Hopps und Susan Davidson, 1997-1998 The Solomon R. Guggenheim Museum, Guggenheim Museum SoHo, New York; 1998 The Menil Collection, Contemporary Arts Museum und The Museum of Fine Arts, Houston; 1998 Museum Ludwig, Cologne; 1998-1999 Guggenheim Museum Bilbao.
1994 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
1992 The Museum of Contemporary Art, Chicago, San Francisco Museum of Modern Art und The Solomon R. Guggenheim, SoHo Branch Museum, New York
1991 National Gallery of Art, Washington; The Corcoran Gallery of Art, Washington; The Menil Collection, Houston
1990 Whitney Museum of American Art, New York
1987 Metropolitan Museum, NewYork
1985-1991 "ROCI - Rauschenberg Overseas Culture Interchange", organisiert durch den Künstler, sechsjährige Wanderausstellung, deren Werke sich bei jeder Station verändern und ergänzt wird durch Arbeiten, welche durch die jeweiligen, spezifischen Eindrücke des Landes beinflusst sind.
1984 Retrospektive in der Fondation Maeght, St. Paul-de-Vence
1981 Musée National d'Art Moderne, Paris, weitere Stationen: Marseille, St. Etienne, Stockholm und Aarhus
1980-1981 Retrospektive in Europa in der Staatliche Kunsthalle, Berlin, weitere Stationen: Kunsthalle Düsseldorf, Louisiana Museum, Humlebaek, Städelsches Kunstinstitut, Frankfurt, Städtische Galerie im Lenbachhaus, München und Tate Gallery, London
1979 grosse Zeichnungsausstellung in der Kunsthalle Tübingen und Sprengel Museum, Hannover
1976 grosse Retrospektive in der National Collection of Fine Arts, Smithsonian Institution, Washington, weitere Stationen: Museum of Modern Art, New York, San Francisco Museum of Modern Art, Albright-Knox Gallery, Buffalo und Art Institute, Chicago
1974 Israel Museum, Jerusalem
1970 Kunstmuseum, Basel
1964 XXXII Biennale, Venedig; weitere Museumsausstellungen in den sechziger Jahren im Museum Haus Lange, Krefeld, Whitechapel Gallery, London, Stedelijk Museum, Amsterdam, weitere Stationen in Köln und Paris, Museum Boymans van Beuningen, Rotterdam
1963 Jewish Museum, New York, im selbe Jahr erste grosse Einzelausstellung in Europa in der lleana Sonnabend Galerie, Paris
1959 documenta 11, Kassel
1958 erste Ausstellung in der Leo Castelli Gallery, NewYork
1953 Galleria dell'Obelisco, Rom, und Galleria d'Arte Contemporanea, Florenz
1951 erste Einzelausstellung in der Betty Parsons Gallery, New York

Robert Rauschenberg wird seit 1988 durch die Galerie Jamileh Weber vertreten.

Einzelausstellungen
1988, 1989, 1991, 1994 "Off Kilter Keys", 1995 "Quake in Paradise - A Labyrinth", 1996 "Anagrams", 1998 "Anagrams (A Pun)" und 2001 „Short Stories". Sein Werk ist in nahezu jeder wichtigen internationalen Sammlung zeitgenössischer Kunst vertreten, in der Schweiz unter anderem im Kunsthaus Zürich, dem Kunstmuseum Basel oder der Fondation Beyeler in Riehen bei Basel.

Über das Werk von Robert Rauschenberg:
In seiner nahezu fünfzigjährigen Karriere hat Robert Rauschenberg die Nachkriegskunst entscheidend geprägt. Seine Innovationen umfassen eine spektakuläre Bandbreite von Medien - Malerei und Plastik, Siebdruck und Lithographie, Photographie und Transferzeichnung - und schliessen traditionell so unübliche Materialien wie Zeitung, Pappe und vorgefundene Objekte mit ein. Indem er Bilder und Materialien aus seiner unmittelbaren Umgebung aufgreift, hat Rauschenberg die Unterschiede zwischen den verschiedenen Kunstformen verschliffen und die Grenzen zwischen Kunst und Alltag aufgehoben. Von den Combine paintings aus den fünfziger Jahren, die Malerei und Skulptur miteinander verschmelzen, bis zu den in einem zeitgemässen Freskoverfahren hergestellten Arcadian Retreats aus den Neunzigern hat Rauschenbergs provokante Verwendung von Bildern aus den Medien, von Photographien und von ungewohnten Verfahren seinen Zeitgenossen immer wieder neue Ausdrucksmöglichkeiten erschlossen.
Rauschenberg, der von einer unermüdlichen Experimentierfreude erfüllt ist, hat sich an avantgardistischen Aufführungen beteiligt, hat versucht, den Betrachter aktiv in seine Werke einzubeziehen, und hat darüber hinaus immer wieder die Wichtigkeit der künstlerischen Kooperation betont. Als Choreograph, Darsteller und Bühnenbildner hat er massgeblich zur Erweiterung der Grenzen des Modern Dance und des Theaters beigetragen.
Durch die Zusammenarbeit mit Ingenieuren in technologische aufwendigen Projekten entstanden beeindruckende interaktive Arbeiten, die auf Geräusche oder auf die Präsenz des Betrachters reagieren. Gemeinsam mit Druckermeistern und Papierherstellern hat er die Kunstform der Druckgraphik in limitierter Auflage neu definiert.