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die galerie jamileh weber freut sich, zum zweiten mal nach 1995 in zusammenarbeit mit angela thomas schmid, eine ausstellung mit arbeiten aus dem nachlass von max bill zu präsentieren.
max bills werk beruht auf der vorstellung, dass schönheit das resultat einer geistigen, auf wissenschaftlichen erkenntnissen basierenden ordnung sei. zwischen den gestaltungsproblemen des alltags und denen in der kunst sieht max bill keinen prinzipiellen, sondern lediglich einen graduellen unterschied. mit seinem universalen gestaltungsanspruch hat max bill ein umfassendes und vielschichtiges werk hervorgebracht, dessen arbeiten aus den verschiedenen gattungen der kunst, aus architektur, skulptur und design sowie aus malerei, graphik und typographie stammen. die für die galerie jamileh weber getroffene auswahl aus dem reichhaltigen werk max bills zeigt teils wenig bekannte facetten seines bildnerischen schaffens im kontext seines gesamtwerkes und umspannt einen zeitrahmen von mehr als sechzig jahren. zu sehen sind werke aus den späten 1920er jahren, welche unter dem einfluss seines lehrers paul klee am bauhaus entstanden sind, eine der ersten plastiken aus dem jahre 1934, in ihrer wirkung surrealistisch, aus den 1940er jahren eine in ihrer vielfalt und unterschiedlichkeit spannungsvolle bilderreihe und führt schliesslich über quadratpaare, verdichtungen und verteilungen zur bekannten reichhaltigen reihe der "transcolorationen". neben dem malerischen schaffen sind zudem sieben metall- und granitskulpturen zu sehen, als höhepunkt die monumentale, postum realisierte chromnickelstahl skulptur " fläche im raum von einer linie begrenzt", die 1995 nach dem tode von max bill unter der fertigungsbegleitung und produktabnahme von jakob bill vollendet wurde. die ausstellung dauert vom 12. januar bis 22. februar 2006. galerie jamileh weber, waldmannstrasse 6, 8001 zürich, öffnungszeiten: dienstag bis freitag von 11 bis 18 uhr, samstag von 10 bis 16 uhr und auf vereinbarung. biographische angaben: max bill, geboren 1908 in winterthur, verstorben 1994 in berlin. nach einer silberschmiedlehre an der kunstgewerbeschule in zürich von 1924-27 beginnt max bill als schüler u.a. von josef albers, wassily kandinsky und paul klee sein studium am bauhaus in dessau. 1929 übersiedelt er nach zürich, wo er fortan als architekt, maler, grafiker und plastiker, später auch als produktgestalter tätig ist. in seinem vielseitigen schaffen dominiert die malerei, die zunächst mit landschaften und bildnissen beginnt, bis sie ab etwa 1931 mit der konsequenten geometrisch-konstruktiven abstraktion eigenständigen charakter gewinnt. von 1932-36 ist bill mitglied der pariser künstlergruppe "abstraction-création", in deren galerie er erstmals 1933 ausstellt. bei wiederholten paris-aufenthalten entwickelt er freundschaftliche kontakte zu hans arp, piet mondrian und auguste herbin. als präzision der von theo van doesburg publizierten ideen formuliert bill 1936 die prinzipien der konkreten kunst, zu deren wichtigsten vertretern er zählt. 1937 arbeitet er an einer monographie über le corbusier und tritt der "allianz" bei, der vereinigung moderner schweizer künstler. 1944 gründet bill die zeitschrift "abstrakt konkret", organisiert eine gleichnamige ausstellung in der kunsthalle basel und erhält einen lehrauftrag für formlehre an der kunstgewerbeschule zürich. als geistiger urheber und architekt der hochschule für gestaltung in ulm, zudem seit 1952 als rektor und leiter der abteilungen architektur und produktform, versucht bill die tradition des dessauer bauhauses fortzusetzen. an der documenta in kassel nimmt er sowohl 1959, als auch 1964 teil. im selben jahr (1964) realisiert bill als chefarchitekt den sektor "bilden und gestalten" der schweizerischen landesausstellung in lausanne. eine professur an der staatlichen hochschule für bildende künste in hamburg, lehrstuhl für umweltgestaltung, folgt 1967-74. in düsseldorf errichtet er 1971 die neue kunstgalerie denise rené und hans mayer. mehrere monumentale skulpturen entstehen in den 1980er jahren, daneben unternimmt bill reisen zur organisation von retrospektiven zum eigenen werk in verschiedenen städten europas und in übersee. zahlreiche preise und auszeichnungen verdeutlichen seinen stellenwert für die entwicklung der modernen kunst. verbunden ist sein name aber vor allem mit den begriffen der konkreten kunst und der umweltgestaltung. zudem ist bill aus der schülergeneration des bauhauses durch seine theoretischen veröffentlichungen einer der fruchtbarsten anreger modern-konkreter kunst im nachkrieg Für weitere Informationen und Bildmaterial kontaktieren Sie bitte die Galerie, Telefon: +41-1-252 10 66, Telefax: +41-1-252 11 32, info@jamilehweber.ch, www.jamilehweber.com |