Die Galerie Jamileh Weber freut sich, unter dem Titel Fosbury Flop eine Ausstellung mit neuen Bildern von Hanspeter Hofmann anzukündigen.

Hanspeter Hofmann's Bilder werden oft mit seiner früheren Tätigkeit als Chemielaborant in Verbindung gebracht. Seine Formen- und Liniensprache erinnert an mikroskopische Vergrösserungen und an organisch gewachsene Zellstrukturen. In seiner Arbeit bezieht sich der Künstler auf ein Grundvokabular, welches er sich 1992/93 in der Holzschnittreihe "In Vitro" erarbeitet hat und seither konzeptuell in einer fortlaufenden Transformation durch Zoomen, Aussondern und Überblenden variiert. Dabei benutzt er eine provozierende Farbpalette, bisweilen mit oszillierenden Interferenzfarben, Perlmutt und Neoneffekten, die hart an die Grenzen der retinalen Belastbarkeit reichen. Jede Bildfindung, jedes Detail kann Ausgangspunkt für neue Bilder werden.

"Hanspeter Hofmann ist kein heftiger Maler, keiner, der sein subjektives Empfinden in affektiven Ausbrüchen auf der Leinwand zum Ausdruck bringt. Im Gegenteil, die Bildlichkeit, die er generiert, entspringt einem ebenso sorgfältigen wie spielerischen Kalkül." (Claudia Spinelli)

Durch das Applizieren von Schrift, Totenköpfen, Vögeln oder Schlangen erzeugt Hanspeter Hofmann in einigen seiner neuesten Arbeiten Störungen, die von der reinen Malerei ablenken. Dabei provoziert er den Betrachter und ironisiert gleichzeitig sein eigenes Schaffen. Entsprechend lässt sich der Ausstellungstitel Fosbury Flop* gleichwohl als Worthülse oder Konzept interpretieren: Rückwärts über die Latte, den eher ungewöhnlichen Weg von der Abstraktion zur Figuration.

* Fosbury Flop: nach dem amerikanischen Hochspringer Richard ('Dick') Fosbury (*1947) benannter Hochsprungstil, bei dem der Sportler nach kurvenförmigem Anlauf eine Drehung beschreibt und die Latte rückwärts überspringt.

Hanspeter Hofmann geboren 1960 in Mitlödi, Kanton Glarus, lebt und arbeitet in Basel. Einzelausstellungen (Auswahl): "Stoked" 2004 Kunstverein Freiburg i.Br., "Supercritical Fluids" 2003 Kunsthaus Glarus, 2001 Kunsthalle Basel (mit Vera Lutter), 2001 Villa Merkel, Galerien der Stadt Esslingen (mit Thomas Rentmeister), 2000 Galerie Mezzanin, Wien; Galerie Walcheturm, Zürich

Die Ausstellung dauert vom 6. März bis 24. April 2004. Galerie Jamileh Weber, Waldmannstrasse 6, 8001 Zürich, Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 11 bis 18 Uhr, Samstag von 10 bis 16 Uhr und auf Vereinbarung.

Für weitere Informationen und Bildmaterial kontaktieren Sie bitte die Galerie,
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Telefax: +41-1-252 11 32,
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