![]() |
||
![]() |
||
![]() |
||
| "Ich bevorzuge Materialien, die sich irgendwann in einem flüssigen Stadium befanden - Ton, Beton, Fiberglas, alle möglichen Metalle. Ich habe meine Schwierigkeiten mit Holz, weil es als Holz beginnt und Holz bleibt. Wandlungsfähigkeit ist was mich interessiert." Mit dieser kürzlich geäusserten Bemerkung beschreibt Catherine Lee ihre vielfältige Materialwahl, dem eigentlichen Gegenstand dieser nunmehr vierten Einzelausstellung der Amerikanischen Künstlerin (geboren 1950 in Pampa. Texas. lebt und arbeitet in Texas und New York). Catherine Lee begann ihre künstlerische Laufbahn vor gut zwanzig Jahren als Malerin ehe sie sich Mitte der Achtziger Jahre den Skulpturen und Objekten zuwandte. Begrifflich entziehen sich diese ästhetischen Objekte den gewöhnlich gegebenen Bezeichnungen, die wir für Kunstwerke kennen. Die Termini Gemälde, Skulptur oder Relief greifen nicht vollständig und benennen jeweils nur einen Aspekt der Arbeit. Formal sind die einzelnen Werke, unabhängig ihrer Materialität, jeweils aus mehreren Teilen zusammengesetzt. Sie erscheinen als Solitäre oder als serielle Arbeiten, die anhand einer repetierten Form feine Variationen von Koloratur und Textur ausloten. Catherine Lee hat über die Jahre einen einzigartigen Umgang mit Materialien entwickelt. Insbesondere die Bronzearbeiten - seit den frühen Neunziger Jahren in dem lebenslangen Projekt der „Alphabet Series" zusammengefasst - verblüffen: Zaubert Sie doch mit einer beinahe alchimistischen Fähigkeit, mit Hilfe von Feuer und Patina eine Farbpalette von ungeahntem Reichtum aus dem Metall. Mit dieser materialspezifisch ungewohnten Farbenvielfalt evoziert die Künstlerin beim Betrachter nicht selten eine Art „haptisches Trugbild": Was sich auf den ersten Blick als fein polierter Stein oder als fein geschliffenes Edelholz darstellt entpuppt sich als gegossenes und patiniertes Metall. Neben den beschriebenen Bronzearbeiten zeigt die Ausstellung zudem eine Reihe von neuen Raku-Keramiken sowie Enkaustikarbeiten. Bereits in den Anfängen Ihrer künstlerischen Tätigkeit experimentierte Catherine Lee mit der Enkaustiktechnik, ein antikes Malverfahren, bei dem mit Wachs oder Paraffin gebundene Farben heiss auf den Malgrund aufgetragen oder verschmolzen werden. In den letzten Jahren hat die Künstlerin diese Technik wieder aufgegriffen und weiterentwickelt. Die Ausstellung dauert vom 15. Februar bis 15. März 2003. Galerie Jamileh Weber, Waldmannstrasse 6, 8001 Zürich, Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 11 bis 18 Uhr, Samstag von 10 bis 16 Uhr und auf Vereinbarung. Für weitere Informationen und Bildmaterial kontaktieren Sie bitte die Galerie, Telefon: +41-1-252 10 66, Telefax: +41-1-252 11 32, info@jamilehweber.ch, www.jamilehweber.com |