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Alois Lichtsteiner malt seit dem Jahr 2000 Bergbilder, die das Phänomen des Ausfleckens / Ausarperns widerspiegeln – jenes im Frühjahr allmähliche Durchziehen der schneebedeckten Hänge der Alpen mit Schwärze, wenn das Licht zugleich im Weiss und im nassen dunklen Felsen gleisst.
Alle Arbeiten dieser Werkserie des Künstlers sind mit Ohne Titel, (Berg) bezeichnet und damit in die Ambivalenz und Spannung Abstraktion versus Figuration / Natureindruck gesetzt. Alois Lichtsteiners Bilder bewegen sich zwischen unmittelbarer figürlicher Assoziation und der Auseinandersetzung mit den Grundlagen der Malerei. Sie überzeugen durch Eleganz des Farbauftrages, Konzentration und Sinnlichkeit, eine Malerei geprägt von Modernität und Stille. Neu und herausragend in den aktuellsten Arbeiten von 2010 ist der Umgang mit den weissen Flächen. Nicht weiter im pastosen Weiss gemalt, durch den sichtbaren Pinselstrich eine Topologie modulierend, entwachsen die dunklen Flächen jetzt direkt der Grundierung. Körper und Haut sind unmittelbar und miteinander gesetzt. Diese Konsequenz der Entwicklung der Malerei Alois Lichtsteiners beständig hin zur Reduktion und Zeichenhaftigkeit trägt grösste klassische Schönheit, Aktualität und Präsenz. Dieser Erfahrung einer neuen Freiheit, dieser Loslösung vom Medium und Grund entspringen wohl auch die ganz neuen Holzschnitt-Arbeiten (Unikate, Öl auf Japanpapier), die der Künstler zusammen mit dem Drucker Nik Hausmann erarbeitet hat. Als ein „wunderbares Eigenes“ hat Alois Lichtsteiner sie bezeichnet-- Alois Lichtsteiner wurde 1950 in Ohmstal, Kanton Luzern geboren. 1975–1978 Kunstgewerbeschule Zürich (Diplom). Mitglied der Künstlergruppe SILO Bern (1980–1983). SILO Gruppenausstellungen in der Kunsthalle Bern und im Kunsthaus Zürich. Eidgenössisches Kunststipendium 1983 und 1984. Wichtige Einzelausstellungen Lichtsteiners im Kunstmuseum Sion (1989 - Katalog), der Kunsthalle Bern (1992 - Katalog), im Kunstverein Freiburg i.Br. (1992 - Katalog) im Kunstmuseum Luzern (2001 - Katalog) sowie im Kunstmuseum Bern (2003 – Katalog). 1989/90 Aufenthalt in Paris, Stipendium Kanton Bern. Seit 1994 Gastdozent an der Ecole Cantonale des Beaux-Arts in Sion. Alois Lichtsteiner lebt und arbeitet in Murten und Paris. Die Ausstellung Alois Lichtsteiner dauert vom 27. August bis 6. Oktober 2010. Galerie Jamileh Weber, Waldmannstrasse 6, 8001 Zürich, Öffnungszeiten: Dienstag-Freitag 11-18 Uhr, Samstag 10-16 Uhr und auf Vereinbarung. Für weitere Informationen und Bildmaterial kontaktieren Sie bitte die Galerie. Telefon: +41-44-252 10 66, Telefax: +41-44-252 11 32, info@jamilehweber.ch, www.jamilehweber.com |